Dienstag, 8. Januar 2013

Gehirn auf Ferienmodus

Manchmal ist der Übergang von den Ferien in die Unterrichtszeit schwerer als man denkt. Für mich - im Gegensatz zu den Schülern - nicht, weil ich mich nun endlich wieder an das Weckerklingeln gewöhnen muss und die eigene Abschalttaste für alles was nach der fünften Unterrichtsstunde kommt entstauben muss, denn ich habe zwei natürliche Wecker, die nie Ferien haben. Nein, Ferien bedeuten für mich neuerdings nicht zu Hause sein, sondern nach Hause fahren, und zwar nach Ungarn, was für mich vor allem aus einem Grund jedesmal eine große Veränderung bedeutet. Zu Hause spricht die Welt ungarisch und ich somit auch. Und so kommt es, dass mein Hirn erst langsam wieder auf die deutsche Sprache umschaltet, Muttersprache hin oder her. Ich ertappe mich dauernd, wie ich irgendwem auf Ungarisch antworten oder was fragen will. Vor allem beim Smalltalk muss ich mir arg auf die Lippen beißen. Die Leute kucken ja dann immer so komisch.
So ist es dann auch kein Wunder, dass ich gestern in der dritten Stunde - Englisch, 9. Klasse - einem Schüler plötzlich eine Rückmeldung auf Ungarisch gab. Wir redeten über das schöne Wort lathe und stritten darüber, ob das nun eine Drechselbank oder eine Drehbank wäre und was denn wohl der Unterschied sei und waren gerade dabei uns zu einigen, da ertappte ich mich dabei, ihm ein Lehrerecho auf Ungarisch zuzuschießen. Eine Erklärung für mein Verhalten habe ich. Aber wer erklärt mir nun die Tatsache, dass kein Schüler sich beschwert hat?

4 Kommentare:

  1. Wer fragt, bekommt Antworten, egal, ob schön oder unschön:
    Ich würde das schlicht auf Faulheit und mangelnde Aufmerksamkeit schieben...

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  2. Oder sie haben eine sehr schlechte Englischklasse und die Schüler dachten, ihr Ungarisch wäre Englisch..aber man kann sich alles schönreden ;)

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  3. Ich glaube, die haben gar nicht gemerkt, dass ich überhaupt rede. :)

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  4. Das ist eher unwahrscheinlich...
    Man merkt eigentlich immer,
    wenn jemand redet...

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